Die Muslime in Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, haben mit religiösen Vorurteilen und einem schlechten Image zu kämpfen. Das liegt zum einem am Geschehen der letzen Jahre, zum anderen aber auch daran das der Islam als Religion einem anderen Kulturkreis entspringt, und dem christlichem Abendland auch nach Jahrhunderten häufig befremdlich erscheint. So kommt es das zwar viele Muslime in Deutschland leben, die Einheimischen aber recht wenig über den Glauben, die Traditionen und das Selbstverständnis ihrer Muslimischen Nachbarn wissen. Das ist auch in Nordhausen nicht anders. Um Vorurteile abzubauen und den interkulturellen Dialog zu fördern hat der Evangelische Kirchenkreis das Projekt "Gesichter des Islam" ins Leben gerufen. Das Vorhaben untergliedert sich in mehrere Teilprojekte. So sollen etwa in Interviews authentische Aussagen ortsansässiger Muslime zu ihrem Glauben und ihrer Religion gesammelt und in einer Dokumentation veröffentlicht werden. Außerdem plant man gegenseitige interkulturelle Begegnungen, mehrere Informationsabende und eine Ausstellung, um den kulturellen Austausch zu befördern und Vorurteile abzubauen.