Ein Projekt der Caritas Nordhausen
„Traum-Spuren“ – Ein Kunstprojekt für Kinder
Die Teilnehmer gestalten, im Rahmen einer Projektwoche, zu diesem Thema großformatige Bilder, Plastiken und Kostüme mit fluoreszierender Schwarzlichtfarbe. Die Hauptzielgruppe kommt aus einem sozial schwachen familiären Umfeld und aus Familien mit Migrationshintergrund.
Der Grundgedanke des Projektes geht nicht nur davon aus, dass Träume Spiegel der Seele sind. Die Beschäftigung mit den eigenen Träumen und den Träumen anderer bedeutet sich und sein Umfeld ernst zu nehmen. Das ist eine Grundvoraussetzung für ein soziales Miteinander.
Träume können auch Perspektiven bedeuten und Perspektiven sind beste Vorbeugung gegen Frustration und Ziellosigkeit und stellen somit auch ein Beitrag zur Bekämpfung von Radikalismus. Dabei bleibt der Inhalt der Träume, ob negative oder positive, offen.
Somit kann dieses Projekt auch zur Aufarbeitung der unterschiedlichen Erlebnishintergründe beitragen.
Nach Abschluss der Projektwoche ist eine mehrtägige Ausstellung der entstandenen Werke in den Räumlichkeiten des Club Caritas geplant, welche im Vorfeld gemeinsam mit den Kindern in der Öffentlichkeit beworben wird.
Die Vernissage und die Ausstellung werden in den komplett abgedunkelten Räumen des Club Caritas stattfinden. Zudem bildet diese Ausstellung ein Höhepunkt für die Kinder. Durch die Arbeit mit den fluoreszierenden Farben werden die Träume der Kinder in der Dunkelheit besonders strahlen. Wie in einer Höhle werden die Besucher dann zu Entdeckern kleiner Besonderheiten, können ihrer Fantasie freien Lauf geben und die Träume unserer Kinder erforschen.
Neben der gestalterischen Tätigkeit im Rahmen der Projektwoche, werden die Kinder eigene Gedanken, Geschichten und Gedichte erarbeiten. Diese werden mit Fotografien der Kunstwerke in einem Buch veröffentlicht. Neben der geplanten Ausstellung im Club Caritas möchte das Projekt mit den entstandenen Exponaten auf Wanderung gehen, um an möglichst vielen Stellen (neben Nordhausen ist auch eine Ausstellung in Erfurt geplant) die Menschen für das Projekt zu begeistern.
Das Kunstprojekt strebt die Einbindung der Eltern an. Es ist vorgesehen, dass Eltern die Möglichkeit haben, das Projekt unterstützend zu begleiten. Dies kann in Form von Näharbeiten (Kostüme für die Vernissage), Essenszubereitung in der Projektwoche und andere unterstützende Tätigkeiten geschehen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, die enge Zusammenarbeit zwischen Club Caritas und Tauschbörse. Die Tauschböse wird Nähmaschinen, Stoffe, benötigte Utensilien und fachliche Anleitung stellen und somit den teilnehmenden Eltern zur Verfügung stehen.
Dadurch können neue und veränderte Begegnungen zwischen Eltern und ihren Kindern entstehen. Die Eltern werden angeregt sich mit der Frage „Wie sehen die Träume von meinem Kind aus?“ auseinander zusetzen.
Kinder sollen erfahren, warum die Kinder mit Migrationshintergrund hier in Nordhausen leben, wo ihre Eltern ursprünglich herkommen
à Kennen lernen der Heimatländer mit Sitten und Gebräuchen
à Träumt man beispielsweise in Pakistan anders als in Deutschland?
à Welche Wünsche sind mit den Träumen der Kinder verbunden?
In den intensiven Arbeitstreffen und der Kunstprojektwoche, als auch bei der Vorbereitung der Vernissage und weiterer Wanderausstellungen wird besonderer Wert auch darauf gelegt, dass die Kinder und Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten haben, sich und ihre unterschiedlichen kulturellen Wurzeln kennen zu lernen. Neben dem bildungskulturellen Wert können dadurch Barrieren fallen bzw. verhindert werden. Das Kennen lernen der anderen Kulturen und das Wissen von einander können freundschaftliche Bindungen entstehen lassen bzw. Verständnis und Anerkennung des Anderen bewirken. Wir sehen dieses Projekt und seine Effekte durch das gemeinschaftliche Handeln und gemeinsamer Zielverfolgung, als beste Prävention gegen Vorurteile und Stigmatisierung und Affinität bezüglich rechtsradikaler Denkstrukturen.
Nicht zu vergessen ist die große „leuchtende“ Außenwirkung dieses Projektes.
Was natürlich besonders für die teilnehmenden Personen tiefe nachhaltige Gefühle und neu erworbenes Wissen bedeutet. Durch die Wanderausstellung und eine gut geplante Öffentlichkeitsarbeit werden sehr viele Menschen erreicht. Die ihrerseits von den Grundgedanken des Projekts und den Intensionen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut!...“erfahren. Ebenso wird bei allen Ausstellungen die Möglichkeit bestehen, Gedanken zur Ausstellung in Form von Gästebucheintragungen zu äußern und als besonderes Highlight selbst Träume mit zur Verfügung gestellten fluoreszierenden Stiften malerisch darzustellen.
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