Ein Projekt der KZ- Gedenkstätte Mittelbau- Dora
Bis heute, so die Ausstellungsmacher, halte sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben. Dieser Auffassung tritt die Ausstellung entgegen und widmet sich dem lange Zeit tabuisierten Thema. Antizionismus in Politik und Medien, der Umgang mit jüdischen Friedhöfen, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sowie bereits in den 1980er Jahren offenkundig rechtsextremen Vorfälle in der DDR werden thematisiert und sollen Aufschluss über die Ursachen und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern geben.
Die am 30. September eröffnete Ausstellung kann noch bis 15. November in der Ausstellungsbaracke der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora besucht werden. Als Begleitprogramm sind mehrere Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen geplant, die zum thematischen Spektrum der Ausstellung passen und zur kritischen Auseinandersetzung mit deren Inhalten führen sollen. Die erste dieser Veranstaltungen findet am 21. Oktober im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt. Hierbei wird das Buch "Ich folgte den falschen Göttern" von Salomea Genin vorgestellt.
BEITRAG
