Projekt der Caritas Nordhausen

Aufbau einer Tauschbörse mit Kommunikationstreff
Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V., Caritas Nordhausen - Aufbau einer Tauschbörse mit Kommunikationstreff

Eine Umsiedlung der vorhandenen Tauschbörse für Baby- und Kleinkindbedarf in die Landgrabenstraße 16 mit der Erweiterung des Angebotes als Beratungs- und Begegnungszentrum für alleinerziehende und sozial benachteiligte junge Mütter wurde mit großem Engagement umgesetzt. Aufgrund der sozialen Herkunft und der damit verbundenen geringen Bildung besitzt diese Zielgruppe einen zumeist stärkeren Hang zur Vorverurteilung insbesondere gegenüber ausländischen Mitbürgern.
Der geplante Umzug und die damit verbundene Renovierung der Räumlichkeiten in der Landgrabenstraße über dem Club Caritas wurde mit vielen helfenden Händen ermöglicht.. Eine fachlich handwerliche und sozialpädagogische Begleitung von freiwilligen Jugendlichen war dort inbegriffen. Die beteiligten Jugendlichen wurden gezielt ausgesucht nach ausbildungssuchend und arbeitslosem Status. Ziel wares durch die Tätigkeit die Jugendlichen folgendermaßen zu unterstützen: Förderung von Akzeptanz und Toleranz, Förderung eigenverantwortlichen Handelns, Förderung von handwerklichen Tätigkeiten, Selbstvertrauen/ Steigerung des Selbstwertgefühls, Erkennen eigener beruflicher Interessen und Fähigkeiten, zielgerichtete und sinnstiftende Vorbereitung auf Arbeitsprozesse, Steigerung von Teamfähigkeit, Unterstützung von positiven sozialen Verhalten.

Die derzeitige Tauschbörse der Caritas in der Domstraße besitzt eine sehr große Resonanz mit ca. 800 Besuchern jährlich. Dazu gehören auch zahlreiche ausländische Mütter. Die räumliche Verknüpfung zwischen der Tauschbörse und dem Club Caritas ermöglichte neue Begegnungen der jungen Mütter der derzeitigen Tauschbörse einschließlich der ausländischen Mütter und den jungen Müttern aus dem Club Caritas. Die geplante zusätzliche sozialpädagogische Begleitung, um Kontakte zu fördern und Hemmungen abzubauen,konnte umgesetzt werden. Zusätzlich wurden gezielt Beratung entsprechend den Bedürfnissen angeboten. Dazu zählten z.B. die Organisation von Beratungen durch Ernährungsberater, Erziehungsberater, Hebammen etc. Des Weiteren wird versucht, eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln, d.h. selbstständige Organisation von gemeinsamen Nachmittagen. Die sozialpädagogische Praxis zeigt, dass der Zugang zu der Zielgruppe über niederschwellige Angebote
(Club Caritas / Tauschbörse) enorm erleichtert wird.

Des Weiteren sollte den zumeist weiblichen Besuchern der Tauschbörse die Möglichkeit geben werden, sich in die Arbeitsprozesse der Tauschbörse einzubinden, um ihnen eine berufliche Orientierung zu geben und das Gefühl zu vermitteln, gesellschaftlich gebraucht zu werden. Das Ziel der oben beschriebenen Teilprojekte war darauf ausgerichtet, den sozial benachteiligten jungen Menschen neue Wege aufzuzeigen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Dadurch sollten Vorurteile und Missachtung gegenüber anderen Mitmenschen, insbesondere Ausländern, gezielt abgebaut werden.